Homo sapiens -
oder was den Menschen vom Tier unterscheidet

Ganz einfach, sagt der Menschenfreund: Der Mensch ist klug, das Tier ist dumm. Der Mensch kann denken, Tiere nicht. Der Mensch kann auch über sich selbst nachdenken. Das Tier nicht. Und schließlich kann der Mensch über sich selbst nachdenken und sich selbst für klug oder dumm halten,

Wer über diese Frage nachdenken will, hier sind ein paar Denkanstöße:

Kohle, Kohle, Kohle: Steffi Graf ist schwanger. Der Sohn ist noch gar nicht geboren, da werden zehn Millionen Dollar für seine Teilnahme an einem Tennis-Turnier geboten: Nach einem Zeitungsbericht soll das frisch verheiratete Traumpaar der Tenniswelt, Steffi Graf und Andre Agassi, die stolze Summe erhalten, wenn es seinen Sprößling im Jahre 2017 beim Wettkampf von Mahwah im US-Bundesstaat New Jersey antreten lässt.

Zerstörungswut: Eine Berliner NoName-Marketing-Agentur will im Mai 2001 um jeden Preis auf sich aufmerksam machen. Sie kauft einen nagelneuen Porsche 911 und ließ eine Woche lang per SMS darüber abstimmen, ob der Porsche verlost oder kaputt gemacht werden soll. Knapp 40.000 von 78.000 Menschen sind schließlich dafür, das Auto lieber aus 50 Meter Höhe auf den Asphalt krachen zu lassen. Was schließlich vor knapp 1.000 Zuschauern auch geschieht. In der Woche, in der 78.000 Menschen darüber nachdachten, wie 140.000 DM am sinnlosesten vernichtet werden könnten, starben woanders auf der Welt fast 4.000 Menschen an Hunger.

Selbstzerstörung: Andere 3 Millionen Menschen sterben pro Jahr, weil sie freiwillig regelmäßig giftigen Rauch einatmen.

Bereitschaft zum Töten: 265 Millionen US-Menschen besitzen ca. 200 Millionen Schußwaffen.

Sklavenhandel I: Ein Verein ("Real-Madrid") kauft sich von einem anderen Verein ("Juventus Turin") einen Menschen. Kaufpreis: 151,9 Millionen Mark. Der Mensch ist so viel wert, weil er besonders geschickt mit einer Kugel aus Leder umgehen kann. Der Mensch heißt übrigens Zinedine Zidane.

Sklavenhandel II: Indien: Eine Stewardess kümmert sich um ein 10-jähriges Mädchen, das bitterlich weint. Ihr Vater hat sie an den 60-jährigen Mann aus Saudi-Arabien verkauft, der neben ihr sitzt. Für 240 Dollar.

"Nichts Böses": Kenia: 300 Schüler überfallen den Schlafsaal der Mädchen und vergewaltigen 71 von ihnen. Bei dem Versuch zu fliehen, werden 19 zu Tode getrampelt. Der Direktor der Schule erklärt: "Die Jungs wollten den Mädchen nichts Böses. Sie wollten sie nur vergewaltigen."

"Kunst" I : Berlin: Ein Mensch, der sich "Künstler" nennt, läßt sich nackt und blutüberströmt von einem Hubschrauber abseilen und gleichzeitig eine tote Kuh hinunterwerfen. Die Phantasie dieses Menschen reicht auch noch dafür aus, der Kuh vorher Sprengstoff in den Bauch zu stopfen. Wie es heißt, will uns der Mensch damit "Fragen zu unserem Verhältnis zu Natur und Umwelt stellen."

"Kunst" II : Immer mehr Menschen halten es für Kunst, fremdem Eigentum ohne die Zustimmung der jeweiligen Eigentümer mit einer Sprachdose ein anderes Aussehen zu verleihen. Die wenigsten Eigentümer wissen das zu schätzen und möchten den ursprünglichen Zustand wieder haben. Zähneknirschend müssen sie dafür meist viel Geld bezahlen. Laut dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL sind das jährlich 500 Millionen DM.

"Kunst" III : Wieder haben zwei sogenannte Künstler zugeschlagen. Zuerst braten sie eine 600 kg schwere "Bulette", dann setzen sie sie auf ein selbstgebautes Katapult und schleudern es 25 Meter weit. Geschehen in Hamburg und mit 10.000 EUR bezahlt von den dortigen Steuerzahlern. Die Stadt Hamburg ist mit ca. 24 Milliarden Euro hoch verschuldet. Den Beamten, der die 10.000 EUR genehmigt hat, sollte man mit Gewichten an den Füssen in die Elbe katapultieren.

"Money, money, money, must be funny, in a rich man's world": Lisa Bonder Kerkorian fordert von ihrem Ex-Mann die Unterhaltssumme von 320.000 Dollar für die gemeinsame Tochter. Monatlich, versteht sich.Übertrieben? Frau Kerkorian hat detailliert aufgelistet, wofür das dreijährige Mädchen diese Summe braucht: Pro Monat fallen allein 144.000 Dollar für Reisen an. Dazu kommen 14.000 Dollar für Partys und Verabredungen mit anderen Kindern, 7000 Dollar für wohltätige Zwecke, 4300 Dollar für Lebensmittel, weitere 5900 Dollar für Restaurantbesuche, 2500 Dollar für Kino, Theater und Ausflüge, 1400 Dollar für Wäsche und Reinigung, 1000 Dollar für Spielzeug, Videos und Bücher und 436 Dollar für die Pflege von Kiras Häschen und anderen Haustieren. Kerkorian zahlt bereits freiwillig 75.000 Dollar pro Monat. Seine Exfrau aber besteht darauf, dass dies nicht ausreicht: Schließlich habe schon die Party zu Kiras erstem Geburtstag 70.000 Dollar verschlungen.

"Man gönnt sich ja sonst nichts": Fußballfans sind oft einfache Leute. Saufen, grölen und prügeln sich. Fußballspieler sind meist auch einfach. Wenn sie erfolgreich sind, haben sie nur mehr Geld. Statt damit was Sinnvolles anzufangen, wird es gern zum Fenster rausgeworfen. David Beckham zum Beispiel lädt zu einer Gartenparty auf seinem Grundstück ein. Einige 100 Gäste sind geladen. Der Spass kostet 560.000 Euro, davon 120.000 Euro nur für Champagner.

"The only way to understand what mathematics means by infinity
is to comtemplate the extent of human stupidity."
(Voltaire)

 

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